Das Logo der Schachgesellschaft Emmenbrücke ist alt.
Ich erinnere mich noch gut an damals - 1980 - vierzig jähriges Jubiläum der SGE. Dieses Signet war modern. Es stand für Klarheit, Ordnung, Rationalität. Das waren die Tugenden der damaligen Zeit.
Ein halbes Jahrhundert später: Heute lesen junge Menschen dieses Bild anders. Sie sehen Technik. Distanz. Institution.
Ein Logo ist kein Archivobjekt. Es ist ein Gesprächsangebot.
Und unseres sagt vor allem eines: Wir sind schon (sehr) lange da.
Was das Logo gut macht
- Es ist brutal klar.
- Es ist unverwechselbar - wie unser Verein
- Es funktioniert auf Papier, Stoff und Bildschirm.
Stabilität ist eine Stärke. Aber Stabilität allein begeistert niemanden.
Aber: Warum es junge Leute nicht abholt
- Die Formen sind hart, eckig, technokratisch.
- Es fehlt jede Emotion, jede Geschichte.
- Es wirkt wie ein Amtssiegel – nicht wie ein Verein.
Junge Menschen wählen heute Marken und Dinge, die Persönlichkeit zeigen. Sie wollen Haltung, Offenheit, Bewegung.
Unser Logo wirkt wie ein Betonblock. Sehr Stabil. Aber unbeweglich.
Müssen wir alles neu machen? Nein.
Aber wir müssen es weiterdenken. Vereinfachen. Öffnen. Digital denken.
Ein Logo darf altern. Aber es darf nicht alt wirken.

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