Montag, 30. März 2020

Historische Meisterpartien aus aller Welt (23)

Bent Larsen: Ich spiele auf Sieg.
Bent Larsen (1935-2010) war eine der bemerkenswertesten Figuren der Schachgeschichte. In den 60er und 70er Jahren gehörte er zu den besten Spielern der Welt und errang zahlreiche Turniererfolge in aller Welt. Sein Kampfgeist, sein Optimismus und sein originelles Spiel sind legendär. Er war ein brillanter Autor und wurde von seinen Kollegen und Rivalen als Mensch überaus geschätzt.

Bent Larsen 🔗gewann 1964 das Interzonenturnier in Amsterdam (Holland) und drei Jahre später wiederholte er den Turniersieg am Interzonenturnier in Sousse (Tunesien). So spielte der dänische Grossmeister 1970 im denkwürdigen Wettkampf Sowjetunion gegen den «Rest der Welt» 🔗am 1. Brett. Dies zwar etwas überraschend (Bobby Fischer spielte an Brett 2), aber völlig zu Recht. Sein Gegner war Weltmeister Boris Spassky und es endete Unentschieden. Zwar verlor er danach den Zweikampf zur Weltmeisterschaft gegen eben diesen Bobby Fischer klar mit 0:6, blieb aber Zeit seines Lebens immer noch für jeden ein gefährlicher Gegner.

Eine seiner bekanntesten Gewinnpartien spielte Larsen gegen Tigran Petrosjan 🔗beim Piatigorsky-🔗Cup in Los Angeles 1966, in der er gegen den amtierenden Weltmeister ein effektvolles Damenopfer anbringen konnte.

Sonntag, 29. März 2020

FIDE Kandidatenturnier unterbrochen

Die Russische Regierung hat am vergangenen Donnerstag kurzfristig bekanntgegeben, dass ab dem Folgetag keine Flüge mehr aus und nach Russland erlaubt sind. Dies um die Corona-Epidemie einzudämmen. Damit alle beteiligten Spieler, Betreuer und Sekundanten sowie die Offiziellen noch rechtzeitig aus Russland ausreisen können, musste die FIDE diesen Entscheid fällen. Deshalb hat FIDE-Präsident Dvorkovich das Kandidatenturnier auf unbestimmte Zeit unterbrochen.

Es soll später fortgesetzt werden.

Samstag, 28. März 2020

FIDE: Die grössten Bewertungsgewinne 2019

Kennt ihr Kaspars Migla? Vermutlich werden das die wenigstens unter uns sein!

Aber wer ist denn das....?

Millionen von Elo-Ratings
 
Kaspar Migla ist Gründer der Schachwebsite chessratings.top 🔗 Auf seinem Internet-Blog analysiert er FIDE-Ratingänderungen, Karrierehochs, Ratingverteilung nach Land, Kontinent, Regionen und andere Führungslisten-Statistiken.

In der aktuellen Ausgabe blickt er auf die grössten Bewertungsgewinne im Jahr 2019 zurück, die von Spielern/Spielerinnen erzielt wurden. Er analysiert das vergangene Jahr und gliedert es in verschiedene Kategorien.

Freitag, 27. März 2020

Hans Häfliger gewinnt...

... auch die Internet-Partie 2020

Die Revanche ist missglückt. Die Internet-Partie zwischen Hans Häfliger und der JOURNAL-Redaktion ist beendet. Der beste SGE-Schachspieler aller Zeiten hat nach 27 Zügen den weissen König Schachmatt gesetzt.

Wir gratulieren Hans Häfliger ganz herzlich zum Sieg!

Eine tolle Leistung! Wenn man bedenkt, dass Hans mit einigen Ausnahmen seit Jahren nicht mehr aktiv Schach spielt. Oder ist die Schachredaktion vom «JOURNAL» einfach zu schwach?


Das Spiel Hans Häfliger vs. JOURNAL - Part II

Hans Häfliger (ganz rechts) gewann1982
mit der SG Riehen den Team-Cup  (Foto: SSZ)
Redaktion JOURNAL
- Hans Häfliger (Paraćin)
Internet-Partie 2020
mit Anmerkungen und Kommentaren von Hans Häfliger und Andi Wüst

Das Ein-Mann-Team der JOURNAL-Redaktion wurde im 27. Zug Schachmatt gesetzt und hat somit auch die zweite Partie verloren!

Donnerstag, 26. März 2020

Zeitreise: Mecking - Polugajewski, Luzern 1977 (5)

«Man begann mit Hochdruck zu arbeiten. Fräulein Doris Fanconi, Werner Aeberhard, Yves Kraushaar, Edmund Hofstetter, sie alle wurden vollamtlich eingespannt, um den Aufgaben gerecht zu werden.» (SSZ). Es sollte nebst dem Wettkampf noch ein reichhaltiges Rahmenprogramm geben. Zudem wurden die Partien der übrigen drei Kandidatenwettkämpfe im Kunst- und Kongresshaus Luzern «live» übertragen. Bestens bekannt waren die «drei Musketiere» (Fuchs, Bovo und Rudolf) auch für ihre Organisationstüchtigkeit und sowohl in der näheren wie auch in der entfernteren Umgebung fanden sie viele fleissige Helfer.

Blick auf die Bühne im Kunst- und Kongresshaus Luzern
Links: Polugajewski, rechts Mecking, Über ihnen «thront» Hauptschiedsrichter Alex Crisovan
Foto: Schweizerische Schachzeitung

Mittwoch, 25. März 2020

Zeitreise: Mecking - Polugajewski, Luzern 1977 (4)

Fugi Fuchs
«Es begann mit St. Moritz.» So steht es auf Seite 64 in der Schweizerischen Schachzeitung 3/1977. Am liebsten hätte der bekannte Bündner Kurort den Wettkampf zwischen Kortschnoj und Petrosian ausgerichtet. Die Auseinandersetzung der «feindlichen Brüder» war sehr interessant. Der von der FIDE vorgegebene Termin - (Beginn der Wettkämpfe schon Ende Februar) - war jedoch für den weltbekannten Winterkurort extrem ungünstig. Deshalb erfolgte ein Verzicht beim damaligen Schweizerischen Schachverband.

Dienstag, 24. März 2020

Zeitreise: Mecking - Polugajewski, Luzern 1977 (3)

Die interessanteste Partie (gestern auf dem Blog veröffentlicht) fand schon am Eröffnungstag statt. Mecking stand auf Verlust, fand aber einen Weg zum Remis.  Spiel zwei wurde danach um zwei Tage verschoben. Mecking hatte Bauchschmerzen und Polugaevsky musste auch zum Arzt, da er von einem Abszess am Rückens geplagt wurde.

Der Schnappschuss für das Familienalbum: Hotelier Fugi Fuchs, Henrique Mecking,
Lew Polugajewski, Alex Crisovan, Edwin Rudolf (LNN) und Ottavio Bovo (LNN)
Foto: Schweizerische Schachzeitung 1977