Knapp vorbei am Ziel Die dritte Innerschweizer Gruppenmeisterschaft 2026 mit erstmaliger SGE-Teilnahme gehört der Vergangenheit an. Der angestrebte Platz unter den ersten sechs Rangierten wird deutlich verfehlt. Dafür gibt es verschiedene Gründe, die sowohl im eigenen Spiel als auch im Turnierverlauf zu finden sind.
Exklusiver Kommentar
Ein exklusiver Kommentar von Andi Wüst, JOURNAL Schachgesellschaft Emmenbrücke
Daniel Portmann erzielt am ersten Brett mit fünf Siegen und zwei Niederlagen eine Elo-Performance von exakt 2000 Punkten. Ein Super-Resultat gegen starke Gegner! Seine beiden Verlustpartien muss er gegen den Slowaken Lubomir Kovac (Elo 2193) sowie gegen den Finnen Pettri Tuutti (Elo 2108) hinnehmen.
Josef Lustenberger startet mit zwei Siegen optimal ins Turnier, findet danach jedoch nicht mehr zu seiner Form.
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Ein «halber» Fototermin... Foto: René Studer |
Pietro Mulargia sammelt bei seinem ersten grösseren Einsatz für unseren Verein wertvolle Erfahrungen, hat jedoch insbesondere mit dem Zeitmanagement zu kämpfen und beendet das Turnier – wie auch der JOURNAL-Redaktor
Andi Wüst – mit zweieinhalb Punkten. Das SGE-Urgestein bleibt insgesamt unter den Erwartungen und vermag nicht zu überzeugen.
Ein weiterer Faktor für das unerwartet schwache Abschneiden liegt im Turniermodus: Aufgrund der ungeraden Anzahl an Mannschaften kommen insgesamt sieben Teams in den Genuss eines Freiloses, das mit vier Einzelpunkten gewertet wird. Davon werden auch die Mannschaften auf den Rängen 6 bis 9 begünstigt. Wäre Emmenbrücke ebenfalls in den Genuss eines solchen spielfreien Punktgewinns gekommen, hätte der angestrebte Schlussrang durchaus erreicht werden können. Stattdessen resultiert nach der Schlussrunde ein Rückfall auf Rang 10. Zudem kostet eine Niederlage in der letzten Runde - besonders beim Schweizer System - immer ein paar Platzierungen...