– Offizielle Brett- und Figurenzeitung der Schachgesellschaft Emmenbrücke

Montag, 25. Mai 2026 – Pfingstmontag = kein Schach
Montag, 1. Juni 2026 – SMM Emmenbrücke - Baden-Brugg 5
Dienstag, 2. Juni 2026 SMM Zofingen - Emmenbrücke 2

Mittwoch, 20. Mai 2026

Die Falle schnappt zu

Mann der Runde: Josef Niederberger
Foto: Archiv/Grok
Wenn der Favorit stolpert

In der sechsten Runde der aktuellen Vereinsmeisterschaft sind endlich die ersten Überraschungen gelungen. 

Mit Josef Niederberger gewinnt erstmals ein elo-schwächerer Spieler gegen einen der Topfavoriten. Dass es dabei ausgerechnet den amtierenden Vereinsmeister und Tabellenführer Josef Lustenberger trifft, hätten wohl die wenigsten in der Resultat-Tabelle erwartet. Doch diesmal lockt der Vorjahresneunte den ansonsten souveränen Titelhalter in eine versteckte Falle und schägt dann eiskalt zu. Irgendwie passt das ja bestens zum Thematurnier (der Eissturm).

Dienstag, 19. Mai 2026

Wie gewinnen? - leicht gemacht

Weiss zieht, Matt in zwei Zügen
Quelle: Instagram
Auf einer Gartenbank in einem stillen Garten unter den alten Buchen sitzen unsere beiden Schachspieler vor einem leeren Brett. Sie stellen ein paar Figuren auf, besetzen aber nur wenig mehr als einen Viertel des doch grösseren Bereichs eines normalen Schachbrettes. 

Am Rand des Bretts stehen sich vier weisse und vier schwarze Figuren gegenüber: ein weisser Turm und zwei ebenso weisse Bauern. Einer Ûbermacht gegenüber dreier schwarzen Leichtfiguren. Mehr braucht es nicht für das Ende dieser Kombination. 

Die Sonne geht so langsam unter und der Schatten rückt langsam heran, wie ein unaufhaltsamer Wächter. 

Aufgabe:  

Weiss zieht und setzt im zweiten Zug den schwarzen König schachmatt!  

Er schneidet den schwarzen Figuren die Fluchtwege ab, Linie für Linie, bis die Luft im Zentrum zu eng wird. Kann nun Schwarz irgend etwas spielen, ohne gleich Matt gesetzt zu werden?  

Montag, 18. Mai 2026

Basel 2026: Schach, Spannung und starke Gegner

Agatha Schuler
Foto: Swisschesstour/Claudio Boschetti
Gestern Sonntag endet das Bundesturnier in Basel mit der siebten und letzten Runde. Grossmeister Li Min Peng verteidigt seinen im Vorjahr errungenen Titel im Hauptturnier 1 mit einem halben Punkt Vorsprung auf seinen Nationalmannschaftskollegen, Grossmeister Sebastian Bogner. Somit ist er Bundesmeister 2026. Im Hauptturnier 2 gewinnt Wim Schorno vom Schachklub Tribschen Luzern. 

Für Agatha Schuler geht im Seniorenturnier 2 der Plan zum möglichen Sprung in die ersten zehn Ränge nicht auf. Durch die Niederlage in der letzten Runde rutscht sie noch auf Platz 17 ab. Trotzdem spielt sie ein sehr gutes Turnier, immerhin gegen fünf Spieler aus den Top 11(!). Sie erreicht trotz den Niederlagen eine ausgeglichene Elo-Wertung. 

Sonntag, 17. Mai 2026

Vom Schloss Dracula ans Schachbrett

Im Roman «DRACULA» erkennt der englische Anwalt Jonathan Harker im Schloss von Count Dracula in Transsilvanien, in seinem Tagebucheintrag vom 18. Mai, dass sein Gastgeber kein gewöhnlicher Mensch, sondern ein Vampir ist. 

Zeichnung: ChatGPT

Keine Vampire erwarten wir am Montag - ebenfalls am 18. Mai - in unserem Spiellokal. Vielmehr steht bereits die sechste Runde der Vereinsmeisterschaft 2026 auf dem Programm. Bei insgesamt dreizehn Runden nähern wir uns langsam der Halbzeit – auch wenn sie sich bei einer ungeraden Rundenzahl nicht ganz exakt bestimmen lässt. 

Der Rückblick auf die fünfte Runde führt uns zu einem interessanten Endspiel. Beide Spieler verfügten noch über je einen Turm. Fredy tauschte die Türme und geriet dadurch in ein verlorenes Bauernendspiel.

«Alle Turmendspiele sind remis».

— Alte Schachweisheit
Natürlich ist das ironisch gemeint (andere behaupten das Gegenteil!), aber selbst objektiv gewonnene Turmendspiele sind in der Praxis oft schwer zu verwerten. Allerdings stand der weisse König ungünstig, und der Turmtausch liess sich kaum vermeiden. Danach verwertete Gabriel seinen Vorteil souverän.

Fredy Jung - Gabriel Steiner
Vereinsmeisterschaft 2026

Samstag, 16. Mai 2026

Agatha Schuler bleibt auf Erfolgskurs

Zeichnung: ChatGPT
Am Donnerstag stehen bei den Seniorenturnieren beim Bundesturnier ausnahmsweise zwei Partien auf dem Programm, an den übrigen Turniertagen wird jeweils nur eine Runde gespielt. In den Hauptturnieren hingegen sind gleich an drei Tagen Doppelrunden angesetzt. 

Nach dem überzeugenden Sieg von Agatha Schuler zum Auftakt ist der Gegner aus der Bundeshauptstadt in Runde zwei entsprechend gewarnt. Mit einer soliden Partie gelingt es ihm, das Spiel für sich zu entscheiden. Am späteren Nachmittag gibt's erneut Farbwechsel: Agatha Schuler trifft bereits zum dritten Mal auf einen Elo-stärkeren Spieler. Diesmal wird es sogar für einmal international – ihr gegenüber sitzt ein Jung-Senior aus dem Fürstentum Liechtenstein. Die spannende Begegnung endet schliesslich mit einem spektakulären Unentschieden. 

Damit liegt Agatha Schuler nach drei von fünf Partien auf dem ausgezeichneten elften Zwischenrang – und für die Schlussrunden ist weiterhin alles möglich. 

Heute geht es wieder auf die andere Seite des Brettes. Aber eines bleibt sich auch in dieser Runde gleich: es gibt (auch diesmal) einen Gegner aus den Top Zehn.

Resultate bei Chess-Results 🖇
Turnierergebnisse 🖇von Agatha Schuler 
Turnierhomepage Swisschesstour 🖇
Schweizerischer Schachbund 🖇 

Freitag, 15. Mai 2026

Agatha Schuler überrascht zum Auftakt des Bundesturniers

Unsere Lady in Basel: Agatha Schuler
Archivfoto/ChatGPT

Mit einem schönen und unerwarteten Sieg startet Agatha Schuler ins Bundesturnier 2026. Gegen den Co-Favoriten und elo-mässig zweitbesten Spieler gelingt ihr ein erfolgreicher Auftakt.

Sie ist die einzige Spielerin der Schachgesellschaft Emmenbrücke am viertägigen Turnier. 

Seit gestern Donnerstag sitzen 396 Spielerinnen und Spieler im Hotel Mövenpick an den Schachbrettern. Die erhoffte Teilnehmerzahl von 400 wurde nur knapp verfehlt. In der Königsklasse treten 90 Teilnehmende an, darunter die drei Grossmeister Christian Bauer (Frankreich), Bundesmeister 2025 Li Min Peng und Schweizer Meister 2025 Sebastian Bogner sowie weitere zahlreiche Titelträger der FIDE.

Resultate bei Chess-Results 🖇
Turnierergebnisse 🖇von Agatha Schuler 
Turnierhomepage Swisschesstour 🖇
Schweizerischer Schachbund 🖇

Donnerstag, 14. Mai 2026

«Bundesturnier 2026: Vier Tage Schach in Basel»

Heute Donnerstag fällt der Startschuss zum Bundesturnier 2026. Ab dem Mittag messen sich im Hotel Mövenpick in Basel in fünf Kategorien voraussichtlich mehr als 400 Schachspielerinnen und Schachspieler im königlichen Spiel. Gespielt werden sieben Runden an vier Tagen, bei den Seniorinnen und Senioren stehen fünf Partien auf dem Programm. 

Aus Sicht der Schachgesellschaft Emmenbrücke ist derzeit Agatha Schuler im Turniertableau vertreten. Sie wird im Seniorenturnier 2 ihr Können unter Beweis stellen.

Turnierteilnehmer bei Chess-Results 🖇
Turnierhomepage Swisschesstour 🖇
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Mittwoch, 13. Mai 2026

Von Emmenbrücke ins Nationalteam

Der traditionsreiche Mitropa-Cup, ein Mannschaftsturnier der mitteleuropäischen Nationen, feierte vergangene Woche seine 50. Austragung. Im jährlichen Turnus organisiert eines der teilnehmenden Nationen das Turnier. Generell werden hier jüngere Spieler nominiert, ergänzt durch starke Spitzenspieler.

Die Schweiz war bisher viermal Gastgeber:

  • 1979 in Bern
  • 1987 in Mürren
  • 1999 in Baden (AG)
  • 2010 in Chur
  • Geplant war 2020 in Davos, das Turnier fiel wegen der Pandemie jedoch aus, wurde aber 2021 als Online-Turnier unter Schweizer Organisation ausgetragen.
  • Das 1976 gegründete Turnier (erste Austragung in Innsbruck) kehrte zu seinen Wurzeln zurück: Wie bereits bei der Premiere fand auch die Jubiläumsausgabe in Österreich statt – diesmal im kärntnerischen St. Veit an der Glan.

    Die beiden Teams aus der Schweiz
    Oliver Kurmann (hinten links);
    Matthias Mattenberger (hinten rechts)
    Foto SSB
    Für die Schweizer Delegation verlief das Turnier äusserst erfolgreich. Das Damenquintett erkämpfte sich hinter der überlegenen Ukraine einen hervorragenden zweiten Schlussrang 🥈 und bestätigte damit eindrucksvoll seine internationale Konkurrenzfähigkeit. Besonders glänzte Teamleaderin Sofiia Hryzlova, die mit starken 7 Punkten aus 9 Partien ihre zweite Norm zur Grossmeisterin erzielte.