📝 KOMMENTAR
Lehrstück über verfrühte Schlagzeilen
📝 Kommentar des Autors
Oder: Wie man einen Aufstieg ein paar Stunden zu früh verkündet
Nachtrag eines reuigen Propheten:
(Mit Hilfe von ChatGPT) - Gestern Abend und heute Morgen war ich mir noch ziemlich sicher, dass der Aufstieg der
Schachgesellschaft Luzern in die Regionalliga A bereits in trockenen Tüchern sei.
Vier Spieler über 1900 Elo, ein bereits abgestiegener Gegner,
Tabellenkonstellation praktisch entschieden – was soll da schon schiefgehen?
Nun, offenbar gibt es im Schach eine alte Regel:
Je sicherer ein Blogger den Aufstieg verkündet, desto zuverlässiger sorgt der
Schachclub Baar dafür, dass es noch einmal spannend wird.
Mit einem völlig unnötigen, statistisch unhöflichen und dramaturgisch höchst
unpassenden 2:2 haben die Baarer den Luzernern (und mir natürlich...) den bereits fertig geschriebenen
Aufstiegsartikel wieder aus der Hand genommen. Besonders bemerkenswert:
Baar holt drei seiner insgesamt vier Mannschaftspunkte ausgerechnet gegen die
beiden designierten Aufsteiger – gegen den Tabellenführer aus
Cham und gegen
Luzern. Gegen alle anderen Teams
reicht es dagegen nur zu einem einzigen Zähler. Effizienz kann manchmal sehr selektiv sein.
Ganz vorbei ist die Sache für Luzern zwar noch nicht – rein theoretisch könnte
Emmenbrücke 2 beim Tabellenführer in Cham noch mit 3:1 gewinnen
und die Tabelle auf den Kopf stellen. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt allerdings ungefähr
im gleichen Promillebereich wie der vorher mögliche Ligaerhalt von Emmenbrücke 1:
mathematisch existent, praktisch eher folkloristisch.
Der Schachklub Cham darf den Aufstieg damit bereits feiern. Luzern wird wohl spätestens um Mitternacht folgen.
Und ich nehme mir derweil vor, zukünftige Aufstiegsverkündungen erst dann zu schreiben,
wenn sie tatsächlich auch stattgefunden haben.
Die Schachgötter lesen hier offenbar mit. ♟️