CORVETTE ODER SCHACHFIGUR
Leimburg Stadtrand.
Der bullige Thekennachbar wurde aufmerksam, setzte sein Schwarzbier ab: „Wieso haben Sie nur Türme dabei?“ – Regina: „Ich sammle Schachfiguren.“ – „Wer Schachfiguren sammelt, muss ziemlich bescheuert sein!“ – „Ach ja, und wieso?“ – Der Nachbar: „Das geht doch ins Geld! Auf wieviel neue Figuren kommen Sie denn so pro Tag?“ – „Etwa fünf Figuren, die Figur im Schnitt zu einem Euro.“ – „Seit wann sammeln Sie?“ – „Seit 20 Jahren.“ – Pause.
„Das ist ja die reinste Katastrophe! Das sind ja 1.800 Euro im Jahr, und in 20 Jahren etwa 36.000 Euro.“ – Regina, trocken: „Korrekt.“ Der Fremde verzog das Gesicht und wies durchs Fenster: „Sehen Sie da draußen die rote Corvette? Wenn Sie keine Schachfiguren gesammelt hätten, dann könnte dieses Auto heute Ihnen gehören.“ – Regina: „Sie sammeln wohl keine Schachfiguren?“ – „Nein.“ – „Gehört die rote Corvette vielleicht Ihnen?“ – „Nein.“ – Regina: „Aber mir.“
Text und Foto freundlicherweise exklusiv für das JOURNAL von Peter Krystufek zur Verfügung gestellt.

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