LehrstĂĽck ĂĽber verfrĂĽhte Schlagzeilen
Oder: Wie man einen Aufstieg ein paar Stunden zu frĂĽh verkĂĽndet
Nachtrag eines reuigen Propheten:
(Mit Hilfe von ChatGPT) - Gestern Abend und heute Morgen war ich mir noch ziemlich sicher, dass der Aufstieg der Schachgesellschaft Luzern in die Regionalliga A bereits in trockenen TĂĽchern sei. Vier Spieler ĂĽber 1900 Elo, ein bereits abgestiegener Gegner, Tabellenkonstellation praktisch entschieden – was soll da schon schiefgehen?
Nun, offenbar gibt es im Schach eine alte Regel: Je sicherer ein Blogger den Aufstieg verkündet, desto zuverlässiger sorgt der Schachclub Baar dafür, dass es noch einmal spannend wird.
Mit einem völlig unnötigen, statistisch unhöflichen und dramaturgisch höchst unpassenden 2:2 haben die Baarer den Luzernern (und mir natĂĽrlich...) den bereits fertig geschriebenen Aufstiegsartikel wieder aus der Hand genommen. Besonders bemerkenswert: Baar holt drei seiner insgesamt vier Mannschaftspunkte ausgerechnet gegen die beiden designierten Aufsteiger – gegen den TabellenfĂĽhrer aus Cham und gegen Luzern. Gegen alle anderen Teams reicht es dagegen nur zu einem einzigen Zähler. Effizienz kann manchmal sehr selektiv sein.Ganz vorbei ist die Sache fĂĽr Luzern zwar noch nicht – rein theoretisch könnte EmmenbrĂĽcke 2 beim TabellenfĂĽhrer in Cham noch mit 3:1 gewinnen und die Tabelle auf den Kopf stellen. Die Wahrscheinlichkeit dafĂĽr liegt allerdings ungefähr im gleichen Promillebereich wie der vorher mögliche Ligaerhalt von EmmenbrĂĽcke 1: mathematisch existent, praktisch eher folkloristisch.
Der Schachklub Cham darf den Aufstieg damit bereits feiern. Luzern wird wohl spätestens um Mitternacht folgen. Und ich nehme mir derweil vor, zukünftige Aufstiegsverkündungen erst dann zu schreiben, wenn sie tatsächlich auch stattgefunden haben.
Die Schachgötter lesen hier offenbar mit. ♟️

Die Kugel des Wahrsagers war vermutlich noch in der Revision
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