Mittwoch, 3. September 2014

♛ Schachtaktik: Kombinationsmotive (2)


♘ Die Partie der beiden wurde von einem erfahrenen Schachspieler beobachtet, der die Motive noch besser kennt.

Ihm genügten wenige Sekunden, um zu erkennen, dass Weiß ein Matt in zwei Zügen erzielen kann

Und so kommen wir zu einem weiteren Motiv: Das Schachmatt

Matt ist ein häufiges taktisches Motiv in Kombinationen. Unter einem Mattbild oder Mattmotiv versteht man ein häufig wiederkehrendes Muster von Figurenaufstellungen oder Zugfolgen, die zum Schachmatt führen. Elementare Mattführungen können ohne Kenntnis einiger Mattbilder kaum systematisch realisiert werden.

Bekannte Mattmotive finden sich (zusammen mit taktischen Motiven) in einer Kategorie Mattbild (zB. Epaulettenmatt, Ersticktes Matt, Grundreihenmatt, usw.). In der Schachkomposition sind besonders sogenannte Mustermatts oder Modellmatts gefragt, weil diesen ein besonderer ästhetischer Wert zugeschrieben wird. Solche Mattbilder sind zugleich ökonomisch und rein, das heißt: Alle auf dem Brett befindlichen Figuren tragen zum Matt bei (Ökonomie), und der schwarze König kann jedes Fluchtfeld nur aus einem einzigen Grund nicht betreten (Mattreinheit). Eine weitere Steigerung ist das Idealmatt. Während beim Mustermatt ein Abseitsstehen von Bauern und des weißen Königs toleriert wird, wirken im Idealmatt sämtliche auf dem Brett befindlichen Figuren am Mattbild mit. In unserem Beispiel ergibt der Zug Turm g7 ein Idealmatt, weil das Fluchtfeld g8 nur durch den Turm und die Felder h8 und h6 nur durch den weißen Springer gedeckt sind. Da das Feld g6 sowohl durch den weissen König wie auch durch den Turm gedeckt ist, gibt es kein Mustermatt, man nennt das dann ein unreines Matt.

Schachtaktk: Kombinationsmotive (1)
Quelle: Wikipedia

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

»Schach wurde nicht an einem Tag erfunden, sondern es hat sich über Jahrhunderte hinweg entwickelt. Es bringt Menschen nahezu aller Kulturen und Länder zusammen. Kein anderes Spiel und kein anderer Sport inspiriert die Wissenschaften und die Künste so stark. Es ist ein unsterbliches Spiel – noch die letzten Menschen werden Schach spielen, dessen bin ich mir sicher.«

Christoph Brumme

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