Freitag, 19. November 2010

70 Jahre Schachgesellschaft Emmenbrücke (8)

Das Vereinsleben blüht

Der zentrale Kern des Vereins sind und bleiben die internen Turniere. Sei es Meisterschaft oder Cup, Thema-Turnier oder Blitz. Wenn sich die Spieler und Spielerinnen untereinander messen ist immer eine gesunde Portion Konkurrenz dabei. Denn: wer verliert schon gerne im Schach - und dann auch noch gegen einen Vereinskollegen...

Die Vereinsmeisterschaft wurde erstmals zwei Jahre nach der Gründung ausgetragen. 1942 gewinnt Franz Ottiger den Wettbewerb. Sechs mal hintereinander kann er sich als Sieger ausrufen lassen, bevor 1948 ein neuer Name auf der Siegerliste auftaucht. Ein Jahr später gewinnt Max Walti zum ersten Mal. Mit elf Titeln ist er noch heute Rekordsieger der SGE. Das gleiche Kunststück - sechs Erfolge in Serie - gelingt später Livio Mazzoni in den Jahren 1965 - 1970. Von den für die SGE noch aktiven Mitgliedern haben Walter Eigenmann (5) und Josef Lustenberger (4) sowie Bruno Kunz mit drei Titeln am meisten virtuelle Trophäen zu Hause.



Keine Fehler verzeiht der Vereinscup. Wer verliert, kann den Pokal für das laufende Jahr nicht mehr gewinnen. Walter Jakob heisst der allererste Gewinner im Jahr 1945. Als "Mister Vereinscup" (diesen Begriff prägte ein ehemaliger Spielleiter) kommt nur Bruno Kunz in Frage. Mit inzwischen 10 Erfolgen hat er die bisherige Bestmarke von Livio Mazzoni (8 Titel) geknackt. Allerdings brauchte Livio nur 10 Jahre, während Bruno inzwischen 20 Jahre lang an der Spitze ist. Und er steht dieses Jahr bereits wieder im Final... Aber auch Max Walti (5) sowie Hans Häfliger und Matthias Maasz (je 4) haben vereinsintern Cup-Geschichte geschrieben. Mit fünf Erfolgen hintereinander zwischen 1970 und 1974 hat Livio Mazzoni die längste Serie. Es ist noch keinem anderen Spieler gelungen (ausser Livio Mazzoni und Bruno Kunz) den Pokal mehr als dreimal hintereinander zu gewinnen.


Das Thema-Turnier wurde vor etwas mehr als 50 Jahren ins Leben gerufen. Ursprünglich war es als Spielgelegenheit für die B- und C-Spieler gedacht. Man ging davon aus, dass dann eh die meisten Unterklassigen im Vereinscup ausgeschieden sind.... Gespielt wird immer nach einer vorgegebenen Anzahl Eröffnungszüge. Jeweils fünf Runden mit Auslosung nach Schweizer System. Das besondere daran ist natürlich der vorgängige Theorievortrag. Gehalten wird er von einem Meisterspieler (häufig dem aktuellen Vereinsmeister), der auch von den übrigen Klubgetreuen gerne besucht wird. Doch der Wunsch der A-Spieler ebenfalls daran teilzunehmen führte vor Jahren zu einem zweiten Turnier mit der jeweils gleichen Eröffnung. Mittlerweile wird nur noch ein Turnier gespielt, bei dem alle Spieler bzw. Spielerinnen in einer offenen Kategorie mitmachen. Als Besonderheit wurde in diesem Jahr das Thema-Turnier erstmals mit Kurzpartien - dafür mit sieben Runden - ausgetragen.

Die Bilder stammen aus JOURNAL 3/1990.

Nachfolgend die Spieler mit den meisten Erfolgen und in Klammern die Jahre des Ersten bzw. des bisher letzten Erfolgs):

Vereinsmeisterschaft

11x Max Walti (1949 - 1974)
7x Livio Mazzoni (1963 - 1970), davon 6x in Serie
7x Hans Häfliger (1972 - 1984)
7x Franz Ottiger (1942 - 1953)
5x Walter Eigenmann (2002 - 2008)
4x Josef Lustenberger (2001 - 2009)
3x Christoph Sterkman (1986 - 1988), 3x in Serie
3x Bruno Kunz (1992 - 1998)

Vereinscup
10x Bruno Kunz (1990 - 2009), 4x in Serie
8x Livio Mazzoni (1968 - 1978), 5x in Serie
5x Max Walti (1952 - 1975)
4x Hans Häfliger (1980 - 1989)
4x Matthias Maasz (1957 - 1960), 4x in Serie
3x Alois Widmer (1949 - 1955)
3x Walter Jakob (1945 - 1950)

Alle Sieger sind im "Goldenen Buch" zu finden.

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