Samstag, 15. August 2009

"Turm-Endspiele sind immer remis?" Mitnichten!

Das verzwickte Turm-Endspiel

In der jüngsten Runde der aktuellen SGE-Meisterschaft kam es in der Partie Andy Matter gegen Walter Eigenmann nach mehrstündigem Kampf zu folgendem Turm-Endspiel:



Nun hätte der Schreibende das Leiden des Weißen sofort beenden können:

58...Tc4!! 59.Te5+ [59.Kg3 Txf4 60.Tb3 (60.Txe6 h4+ -+; 60.Kg2 h4 -+) 60...h4+ 61.Kh3 e5 -+;
59.Kh3 Txf4 -+] 59...Kxf4 60.Txh5 [60.Txe6 Kf5+ -+] 60...Tc1 61.Kh3 [ 61.Tb5 Th1 matt]
61...Th1+ 62.Kg2 Txh5 und aus die Maus 0:1

Stattdessen fasst der Schwarze (in Zeitnot) den völlig falschen Plan und zog das doofe 58...Tc1??
wonach Glögglifrosch Andy einmal mehr mit einem zufriedenen "Quaak!" in seinen Teich zurückhopsen konnte.
Denn das Remis ist unvermeidlich:

59.Kg3 Tg1+ 60.Kf2 Tg6 61.Kf3 h4 ( 61...Tf6 62.Te5+ Kg6 63.Ke4=) 62.Te5+ Kf6 63.Th5 Tg3+ 64.Kf2 =

Sehr ärgerlich, ein solcher Partie-Ausgang nach elend langem Fighten!

Nach derartigen Patzer-Endspielen erwäge ich jedesmal, das Hobby zu wechseln - vielleicht Seilhüpfen?

Noch habe ich das nicht geschafft - aber ich arbeite daran... :-)
Walter Eigenmann

Schach im "Glarean Magazin"

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