Samstag, 5. Oktober 2019

Schachprobleme

Keine Angst,
es gibt keine Kopfschmerzen
Wenn wir das Wort «Schach» hören oder lesen, dann verbinden wir das automatisch mit einer Partie zwischen zwei Gegnern. Es können Menschen oder auch Computer sein, ja sogar auf einem Smartphone kann ein leistungsfähiges Schachprogramm installiert werden.

Daneben ist «Schach» natürlich noch sehr viel mehr. Nur von sehr wenigen ausgeübt wird zum Beispiel das sogenannte «Problemschach».

Das ist eine Schachkomposition in Form einer erdachten Aufgabe. Gewöhnlich besteht sie aus einer Schachstellung, einer Forderung und der Lösung der Aufgabe. Falls nicht anders angegeben, richtet sich die Forderung an Weiss, der auch am Zuge ist. Im Normalfall gelten selbstverständlich die üblichen Schachregeln.

Vor einer Woche fand in Bern die Schweizerische Lösungs­meisterschaft 2019 statt. Ein international ausgeschriebener Wettbewerb mit hochkarätigen Teilnehmern. Acht Lösungs-Grossmeister - darunter fünf (!) ehemalige Weltmeister im Problemlösen - mussten vorgegebene Aufgaben in festgelegter Zeit auf Blatt und Papier bringen. Gewonnen hat Ex-Weltmeister Piotr Murzdia aus Polen. Zum insgesamt 22. Male ist Roland Baier in dieser Sparte Schweizer Meister geworden.

Bericht auf der SSB-Homepage
Homepage Schweizer Kunstschachfreunde

Ein ganz interessantes Problem wurde den Teilnehmern in der vierten von sechs Runden präsentiert:
Miomir Nedeljkovic, Die Schwalbe 1999
Selbstmatt in zwei Zügen
Die Aufgabe: Weiss zieht und zwingt Schwarz den weissen König schachmatt zu setzen. Doch Schwarz versucht dies zu verhindern, am Schluss bleibt ihm aber keine andere Wahl - weil er sonst selber in einer Mattstellung gefangen ist.

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