Samstag, 20. Dezember 2014

▶ Kommt die Spielerlizenz?

Ein Artikel von Georg Kradolfer (Ressort Ausbildung SSB) in der aktuellen Schweizeischen Schachzeitung 8/2014 erläutert die Überlegung des Verbandes zur Einführung einer Spielerlizenz ab dem übernächsten Jahr.

«Die Altersstruktur des Schweizerischen Schachbunds sieht im Groben wie folgt aus: Ein Drittel der Mitglieder gehört zur Kategorie Ü60, ein Drittel zu den 40- bis 60-Jährigen und je ein Sechstel zur Gruppe der 20 bis 40-Jährigen sowie zu den Junioren und Schülern. Diese Konstellation dürfte mittelfristig zu einem Mitgliederrückgang führen (...).» (Georg Kradolfer, SSZ)

Ungefähr die Hälfte der SSB-Mitglieder spielt keine gewerteten Partien. Eine Erhöhung des Beitrags würde diese am stärksten betreffen, verzichten sie doch auf einige Leistungen des Verbandes. Deshalb plant der Zentralvorstand SSB die Einführung einer (kostenpflichtigen) Spielerlizenz und gleichzeitig den Jahresbeitrag zu senken. Um den Administrationsaufwand  gering zu halten meldet der Verein zu Jahresbeginn diese (Lizenz)-Spieler. Wer als SSB-Mitglied keine Lizenz hat darf aber trotzdem in den Mannschaftswettkämpfen mitspielen und bezahlt pro Partie einen Betrag, der ab drei Spielen automatisch zur Spielerlizenz führt und damit keine weiteren Kosten entfallen. (Es versteht sich, dass drei Spiele gleich viel kosten wie eine Jahreslizenz!) Ebenso werden Partien von Spielern ohne Lizenz bei regionalen Mannschafts-Turnieren oder bei Open pauschal verrechnet. Die Gebühr zur Wertung der Führungsliste hingegen entfällt. Die Beiträge der Junioren und Schüler bleiben unverändert und enthalten eine Jahreslizenz.

Der Schweizerische Schachbund erhofft sich von dieser Massnahme zusätzliche finanzielle Mittel. Diese werden ausschliesslich für die Zukunft des Schweizer Schachs eingesetzt. Zudem ist eine Stärkung der Regionalverbände vorgesehen.

An der Generalversammlung vom 19. Februar 2015 werden wir darüber diskutieren. Die Entscheidung fällt an der Delegiertenversammlung des SSB am 20. Juni 2015 in Bern.

Mehr dazu im Artikel der SSZ 8/2014.

Schweizerischer Schachbund 

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