Montag, 29. Oktober 2012

Geschichte: Schacholympiade 1982 in Luzern (1)

Heute sind es exakt 30 Jahre her! 
Am 29. Oktober 1982 wurde in der Ausstellungs-Festhalle Allmend in Luzern die 25. Schacholympiade der Herren und die 10. Schacholympiade der Frauen eröffnet. Das Turnier war der grösste je in der Zentralschweiz ausgetragene Schachanlass.  
Turniersaal in Luzern, Schacholympiade 1982
(
Photographer: Gerhard Hund , wikipedia)
Mit 93 Mannschaften bei den Herren sowie 45 Teams bei den Frauen wurde damals ein neuer Rekord aufgestellt. Für etwas mehr als zwei Wochen war die Leuchtenstadt im Interesse der ganzen Schachwelt. Gespielt wurden 14 Runden im Schweizer System, eine Mannschaft zählte sechs Spieler, wovon vier jeweils bei einem Wettkampf im Einsatz waren.

Das «JOURNAL» berichtet exklusiv in einem vierteiligen «Spezial» über diesen denkwürdigen und unvergessenen Event!
Ausser Luzern war nur noch Lugano Austragungsort in der Schweiz für das grösste und wichtigste Schach-Mannschaftsturnier der Welt. 1968 trafen sich 53 Mannschaften im Tessin und spielten in Vor- und Finalgruppen.

Natürlich gab es zu diesem Anlass noch viele Rahmenveranstaltungen und spezielle Aktivitäten. Die Post brachte einen Sonderstempel heraus (1968 gab es eine Sonderbriefmarke..., 1982 nach langen Diskussionen leider nicht!), Hans Erni schuf eine wunderhübsche Erinnerungsmedaille in Gold und Silber und das "Altstadtfest» wurde zum «Brückenfest» umfunktioniert. Zum dritten Mal kürte man den Schweizer Meister «Mensch gegen Computer", eine Volksschacholympiade in den grossen Migros-Einkaufszentren der näheren Umgebung und ein Juniorenländerwettkampf zwischen der Schweiz und Österreich gehörten ebenso dazu. Auch fand auf der Kapellbrücke (dem Original!!!) ein grosser Simultanwettkampf mit mehreren Schachgrössen an 130 Brettern statt, darunter die beiden Grossmeister Robert Hübner und Fridrik Olafsson. Und, man mag es heutzutage kaum glauben: Das Innerschweizer Schülerturnier hatte eine wichtige Stelle innerhalb der SOL '82 eingenommen. Seit dem Frühling 1982 beteiligten sich rund 1000 (in Worten: eintausend!) Schülerinnen und Schüler an lokalen Ausscheidungsturnieren. Die beiden Finalturniere fanden dann am zweiten Ruhetag der Länderolympiade im Restaurant Schützenhaus in Luzern statt.

Und es gab fast keinen Schachspieler oder keine Schachspielerin aus der Schweiz und der Region, der oder die nicht in irgend einer Form am Anlass präsent oder beteiligt war. Der Anlass brauchte eine Vielzahl an organisatorischen Leuten, sei es in der Turnierleitung, als Schiedsrichter-(Assistent) oder in einer anderen wichtigen Funktion. Und wenn man nicht am Turnier beteiligt war, zumindest einmal fand man den Weg auf die Allmend als Zuschauer oder Zuschauerin.

Fortsetzung folgt












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