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Mittwoch, 22. Juli 2026

SEM 2026 im Rückblick – Die Analyse ⭐

Emmenbrücker Quartett sammelt wertvolle Erfahrungen an der SEM in Grächen

Andi Wüst / ChatGPT  -  Die Schweizerischen Einzelmeisterschaften in Grächen im Kanton Wallis sind Geschichte. Vier Spieler der Schachgesellschaft Emmenbrücke (inklusive unsere Goldlady) stellten sich der starken nationalen Konkurrenz und vertraten die Vereinsfarben in den verschiedenen Hauptturnieren. Die Resultate fielen unterschiedlich aus, zeigen aber eindrücklich, wie eng Erfolg und verpasste Chancen im Turnierschach beieinanderliegen.

Foto: Roland Burri

Daniel Portmann überzeugt im Hauptturnier I

Das beste Resultat aus Emmenbrücker Sicht erzielte Daniel Portmann im Hauptturnier I. Mit dem hervorragenden 11. Schlussrang bestätigte er einmal mehr seine Spielstärke und gehörte während des gesamten Turniers zur erweiterten Spitzengruppe. Zwischenzeitlich durfte sogar auf einen Medaillenplatz gehofft werden.

Auch wenn es am Ende nicht ganz für die Top Ten reichte, darf das Turnier als voller Erfolg gewertet werden. Gegen starke Gegnerschaft zeigte der IGM-Leader der SGE über sieben Runden konstantes Schach und bewies, dass er sich auf nationaler Ebene im Spitzenfeld behaupten kann.

Josef Lustenberger mit solidem Turnier

Im Hauptturnier II belegte Josef Lustenberger den 33. Schlussrang. Sein Turnier war geprägt von der gewohnt ruhigen und soliden Spielweise. Spektakuläre Resultate blieben zwar aus, doch gelang es ihm immer wieder, ausgeglichene Stellungen sicher zu behandeln und schwierige Partien in geordnete Bahnen zu lenken.

Gerade an einem Turnier über eine Woche, in dem Konzentration und Ausdauer ebenso wichtig sind wie schachliches Können, sind solche konstanten Leistungen keineswegs selbstverständlich.

Roland Burri – viele Remis, aber noch mehr Potenzial

Roland Burri (Niederlenz) erreichte im Hauptturnier III den 34. Schlussrang. Seine Bilanz fällt auf den ersten Blick ungewöhnlich aus: Sieben Remis in Folge prägten das Turnier.

Die Resultate erzählen allerdings nicht die ganze Geschichte. Die Analyse dürfte deshalb weniger die Spielweise als vielmehr die Chancenverwertung in den Mittelpunkt stellen. Gerade auf diesem Niveau entscheiden oft wenige präzise Züge darüber, ob aus einem halben Punkt ein ganzer wird (oder eben nicht). Positiv bleibt festzuhalten, dass Roland während des Turniers in keiner Partie überspielt wurde und mehrfach seine grosse Verteidigungskunst bewies.

Agatha Schuler sammelt wichtige Erfahrungen

Agatha Schuler belegte im Hauptturnier III den 45. Schlussrang. Das Resultat spiegelt nur einen Teil ihrer Turnierleistung wider. Gegen meist stärkere Konkurrenz stand vor allem die Weiterentwicklung im Vordergrund.

Wie so oft an einer Schweizer Einzelmeisterschaft sind die gewonnenen Erfahrungen mindestens ebenso wertvoll wie die Platzierung. Jede Partie liefert neue Erkenntnisse über Eröffnungen, Mittelspielstrategien und das Spiel unter Turnierbedingungen. Gerade diese Erfahrungen bilden häufig die Grundlage für spätere sportliche Fortschritte.

Fazit

Die Schweizer Einzelmeisterschaft in Grächen zeigte einmal mehr, wie anspruchsvoll der nationale Turnierschachbetrieb ist. Daniel Portmann überzeugte mit einem starken 11. Rang im Hauptturnier I und bestätigte seine Zugehörigkeit zur nationalen Spitze. Josef Lustenberger präsentierte sich als zuverlässiger Punktesammler im Hauptturnier II. Roland Burri bewies grosse Stabilität und verteidigte sich mehrfach erfolgreich, wird aber insbesondere die ausgelassenen Gewinnchancen analysieren. Agatha Schuler sammelte wertvolle Erfahrungen gegen starke Gegnerschaft und legte damit einen weiteren Baustein für ihre schachliche Entwicklung.

Für alle vier Emmenbrücker gilt nun, die Partien in Ruhe auszuwerten und die gewonnenen Erkenntnisse in die Vorbereitung auf die kommenden Turniere einfliessen zu lassen. Denn häufig werden die Grundlagen für zukünftige Erfolge nicht während des Turniers gelegt, sondern bei der sorgfältigen Analyse danach.

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