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| Agatha Schuler Foto: Schweizer Schachsenioren |
Zürich, wieder der selbe Turniersaal, wieder konzentrierte Stille über den Brettern. Und doch wird es ein anderes Turnier!
Nach «Zürich 1» nimmt Agatha Schuler auch das Parallelturnier der Schweizer Schachsenioren in Angriff. Die Erwartungen sind spürbar – ihr starkes Januar-Ergebnis ist noch in Erinnerung. Doch Schach kennt keine Garantien. Wo vor wenigen Wochen vieles selbstverständlich war, wird nun um jeden halben Punkt gerungen.
Zwei Siege und ein Remis aus acht Partien stehen am Ende auf dem Resultatblatt. Mehr als die Hälfte der Gegner ist höher gewertet, jede Partie ein Kampf, oft bis ins Endspiel. Dennoch reicht es nicht, um die Elo-Bilanz weiter auszubauen. Ein Teil des mühsam gewonnenen Ratings geht wieder verloren. Nach 50 Prozent im ersten Turnier bleiben diesmal 30 Prozent.
Eine Zugfolge bleibt besonders haften. Im Endspiel gegen den Zürcher Hans Gfeller wirkt alles unter Kontrolle. Die Damen werden getauscht – ein logischer, beinahe routinierter Schritt. Doch plötzlich kippt die Stellung. Ein Detail übersehen, eine Ressource des Gegners unterschätzt – und eine Figur geht verloren. Kein lauter Knall, kein sichtbarer Bruch. Nur ein Moment, in dem sich die Partie dreht. So verläuft dieses Turnier für unsere Agatha: weniger Glanz, dafür mehr Widerstand. Und die Gewissheit, dass im Schach zwischen Erfolg und Rückschlag oft nur ein einziges Turnier liegt.
Agatha Schuler - Hans Gfeller
Zürich Schachsenioren
Quelle: Turnierbulletin Zürich 2, Schweizer Schachsenioren

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