ChatGPT im Interview mit dem JOURNAL-Redaktor
17 Jahre SGE-Blog – Hauptsache Schach!
Vom Vereinsblatt zur digitalen Schachwelt: Ein Gespräch mit dem Mann hinter dem SGE-Blog und der Homepage.
ChatGPT: 1980 begann alles auf Papier. Wie kam es später zum SGE-Blog?
Redaktion JOURNAL (Andreas Wüst): Genau genommen begann es schon drei Jahre früher mit den legendären «Schach-News», einem losen aber gehefteten A4-Verteiler. Dann - im Frühjahr 1980 - legte ich eine sogenannte Nullnummer vor. Zusammen mit Bruno Hürlimann haben wir anschliessend die Vereinszeitung JOURNAL für die Schachgesellschaft Emmenbrücke erstellt. Nach 30 Jahren und verschiedenen Redaktoren war es Zeit, das Ganze ins Internet zu beamen und auf neue Beine zu stellen.
Walter Eigenmann war der Antrieb mit einer ersten Webseite, Jean-Claude Schmidig erstellte 2010 den Blog mit Homepage. Als der eingesetzte Webmaster aber sehr schnell absprang, übernahm ich die Aufgabe - bis heute! Und Roland Kreis verpasste dem Blog zum 10jährigen Jubiläum ein neues Kleid.
Du hast also praktisch zwei Generationen der Vereinskommunikation erlebt und geprägt. Was hat sich in dieser Zeit verändert?
Die Vereinszeitung erschien viermal im Jahr in gedruckter Form (quartalsweise) - Schreibmaschine und Klebstoff inklusive! Heute im Internet gibt es fast täglich etwas zum Lesen. Schnell, direkt und ohne Umweg über eine Druckerei oder einen Postweg.
Schreiben und Fotografieren war schon immer eine meiner Stärken. Leider kann ich aber nicht zeichnen – Schulnote 3. 😄
Mit KI ist nun auch das möglich. Zudem kann ich dank ChatGPT meinen Schreibstil verbessern und ein wenig aus den immer gleichen Mustern «ausbrechen»
Gibt es Themen, über die du besonders gerne berichtest?
Da ich auch in Thailand Schach spiele, berichte ich gerne von internationalen Turnieren und selbstverständlich auch regionalen Spielorten. Auch unsere SGE-Erfolge im Schweizer Schach finde ich immer wieder grossartig.
Was soll der SGE-Blog seinen Leserinnen und Lesern bieten?
Er soll interessant sein und auch unterhalten. Nicht nur Resultate und Tabellen, sondern auch Anekdoten, Regelkunde, regionale, nationale und internationale Turniere, einfach gesagt: alles rund um das Spiel auf den 64 Feldern.
Besonderheiten erzählen – und damit ein vielfältiges Abbild dieses faszinierenden Hobbys SCHACH schaffen. Und manchmal einfach drauflos schreiben...
Was bedeutet dir der Blog persönlich?
Schach ist unendlich und nie fertig.
Solange unsere Spieler und Spielerinnen aktiv sind, berichte ich gerne von Erfolgen – und natürlich ungern von Misserfolgen. Aufhören möchte ich nicht, aber eine kleine Entlastung wäre nicht schlecht! 😄
Wie stark hat KI deine Arbeit am Blog verändert?
Mein Text wird abwechslungsreicher und ich lerne neue Formulierungen. Auch die Gestaltung mit Rahmen, Tabellen und der Darstellung von Resultaten ist vielfältiger geworden.
Vor allem bei Bildern, Zeichnungen und Hinweisen eröffnet KI neue Möglichkeiten.
Auch beim Recherchieren kann ich KI ganz gut gebrauchen – auch wenn ich meine Wünsche manchmal nicht ganz so rüberbringen kann, wie ich dies möchte. 😉
Was ist dir bei einem Beitrag besonders wichtig? Und was müssen die Leser sonst noch über «den Mann hinter dem Blog» wissen?
Vor allem muss er die Fakten unverfälscht bringen. Natürlich muss der Beitrag immer ein positives Vereinsbild enthalten.
Siege feiern, aber nicht zu doll. Niederlagen benennen, aber niemanden abwerten.
Ob ein Text von mir kommt oder von der Rechenmaschine habe ich schon in einem Beitrag definiert. Mein Motto ist: «Mach was du willst – aber mach es mit Freude!», es soll zum Lesen anregen und vor allem die Freude und die Unendlichkeit des Schachs ausdrücken.
Da mich die meisten persönlich kennen, braucht es keine weiteren grossen Details über «den Mann hinter dem SGE-Blog».
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| Illustrationen ChatGPT |
Für mich ist alles gleichwertig. Habe ich eine Idee oder es «passiert» etwas – dann rein in die Tastatur.
Ob Resultate, Berichte oder Randnotizen: Hauptsache Schach.
Wobei ich mich gerne etwas von anderen Vereinen abheben möchte. Aber es bleibt in erster Linie das, was es sein soll: der Vereinsblog der Schachgesellschaft Emmenbrücke.
Was wünschst du dir für die Zukunft?
Dass der Blog weitergeht, sollte ich einmal aufhören. Nicht nur sporadisch, sondern regelmässig.
Er soll sich auch in Zukunft vom Einheitsbrei abheben und die unglaubliche Vielfalt des Spiels erzählen.
Zum Schluss: Was würdest du deinem 17 Jahre jüngeren Ich mit auf den Weg geben?
Mach, was du willst, aber mache es mit Freude.
Bleib fleissig und versuche, dich stets zu verbessern. Nimm das Lob entgegen, bleib aber nicht stehen.
Kritik ist gut und hilfreich. Aber kein Grund aufzuhören!
Und denke immer daran:
Wer es besser kann, soll es zuerst beweisen. ♟️
17 Jahre – und noch lange nicht fertig
Vielleicht ist genau das die schönste Beschreibung für den SGE-Blog: Er ist kein reines Resultatportal - aber auch nicht nur ein digitales Vereinsblatt.
Er ist eine Sammlung von Geschichten, Partien, Menschen, Erfolgen, Niederlagen, Kuriositäten, Bildern und Ideen.
Und solange es auf den 64 Feldern immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt, gibt es auch etwas zu erzählen.
Hauptsache Schach.



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