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7. Vorbeugung (Prophylaxe) und Planfindung
Gutes Schach bedeutet nicht nur, den eigenen besten Zug zu suchen. Oft beginnt die richtige Entscheidung mit einer anderen Frage:
Was möchte mein Gegner als Nächstes spielen?
Genau hier beginnt die Vorbeugung (Prophylaxe).
A. Erst den Gegner verstehen
Bevor du deinen eigenen Plan ausführst, überprüfe die Absichten des Gegners:
Welche Figur steht besonders aktiv?
Welcher Bauernvorstoss ist möglich?
Welche Drohung kann entstehen?
Welche(s) Feld(er) will der Gegner besetzen?
Welche Figur kann er verbessern?
Manchmal ist der beste Zug deshalb kein spektakulärer Angriff, sondern ein unscheinbarer Zug, der einen gegnerischen Plan verhindert.
B. Kandidatenzüge bilden
Statt sofort den erstbesten Zug zu spielen, sollen mehrere Möglichkeiten gerüft werden.
Eine einfache Reihenfolge (die fünf bekannten Regeln):
1. Gibt es einen taktischen Zug?
2. Was droht mein Gegner?
3. Welche meiner Figuren stehen schlecht?
4. Welcher Plan passt zur Stellung?
5. Welcher Zug verbessert meine Position?
So wird aus dem „Was kann ich ziehen?“ langsam die wichtigere Frage:
„Was soll der nächste Zug bewirken?“
Fortsetzung folgt

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