– Offizielle Brett- und Figurenzeitung der Schachgesellschaft Emmenbrücke

♟️ Nächster Termin ♟️
Montag, 30. März 2026
Vereinsmeisterschaft – 4. Runde

Samstag, 28. März 2026

Innerschweizer Schnellschachgruppenmeisterschaft

Andi Wüst / ChatGPT

Bei der erstmaligen Teilnahme an der bereits dritten Ausgabe der Innerschweizer Schnellschach-Gruppenmeisterschaft 2026 klassiert sich Emmenbrücke auf dem zehnten Schlussrang – ein Resultat, das zwar nicht ganz den Träumen entspricht, aber durchaus seine Geschichten zu erzählen weiss. 

Der Start ins Turnier verläuft ganz nach unserem Geschmack: Gegen die Junioren aus Tribschen lassen wir nichts anbrennen und fahren einen souveränen Auftaktsieg ein. So darf es weitergehen! In der zweiten Runde wartet mit Luzern 1 bereits ein deutlich härterer Brocken. Die Stellung wird kritisch, die Uhren ticken gnadenlos – doch Dani und Seppi beweisen Nerven aus Stahl und retten uns mit grossem Kampfgeist ein Unentschieden. Dieser Mannschaftspunkt fühlt sich fast wie ein Sieg an.

Andi Wüst, Josef Lustenberger, Daniel Portmann, Pietro Mulargia
Foto: René Studer (SC Sursee)

Vor der Mittagspause folgt dann die kalte Dusche: Ausgerechnet der kommende Gegner aus der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft zeigt uns schonungslos, wie man erfolgreich Schach spielt. Beim klaren 0:4 gegen Mythen ist die Lage eindeutig – hier gibt es nichts zu holen, ausser vielleicht wertvolle Schachlektionen. Mit leicht zerzaustem Ego geht es zum Mittagessen, wo Strategie, Moral und vermutlich auch die eine oder andere Ausrede neu sortiert werden. 

Doch Emmenbrücke wäre nicht Emmenbrücke, wenn wir uns davon lange beeindrucken lassen. In der vierten Runde gegen Sarnen schlagen wir zurück und sichern uns verdient den nächsten Sieg. Die Figuren stehen plötzlich wieder besser, die Züge sitzen – und auch die gute Stimmung ist zurück. Im zweiten Duell gegen eine Mannschaft der SG Luzern zeigen wir erneut Kampfgeist und holen ein weiteres Unentschieden. Sechs Mannschaftspunkte stehen nun auf dem Konto, und wir blinzeln überraschend vom fünften Zwischenrang auf die Tabelle – wer hätte das nach den Vormittagsrunden gedacht? 

Doch wie so oft im Sport kommt die Schlussphase mit eigenen Gesetzen daher. Gegen den späteren Turniersieger Luzern 3 spielen wir mutig auf und sind nahe dran am Mannschaftsremis – doch es fehlt das berühmte Quäntchen Glück (oder einfach nur ein glänzender Zug). Statt eines Achtungserfolgs bleibt am Ende nur die Erkenntnis: Da wäre mehr drin gelegen. In der Schlussrunde gegen Zug ist dann die Luft definitiv draussen. Vielleicht sind es die vielen Partien, vielleicht die verpasste Chance zuvor – jedenfalls müssen wir dem Gegner alle Einzel- und Mannschaftspunkte überlassen. 

Ein versöhnlicher Abschluss sieht zwar anders aus, aber auch das gehört zu einem langen Turniertag. Am Ende steht Rang zehn – ein Resultat mit Licht und Schatten, starken Comebacks, nervenaufreibenden Momenten und der Gewissheit: Ganz ohne Drama wäre es ja auch langweilig gewesen.

Resultate auf Chessresults-com 💢
Homepage Innerschweizer Schachverband 💢

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