Rochade mit dem Turm – Brett- und Figurenzeitung der Schachgesellschaft Emmenbrücke

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Freitag, 2. Januar 2026

«Das Erbe des letzten Zuges» - Vierter Teil

♟️ «Die finale Kombination» - 

(ChatGpt) - Der Regen hat aufgehört, ohne dass der Fremde es bemerkt hätte.
Drinnen scheint die Zeit stillzustehen.

«Wer ist am Zug?», fragt er leise.

Der Alte antwortet nicht sofort. Seine Augen ruhen auf der Stellung, als lausche er etwas, das nur er hören kann.

«Immer der, der es erkennt», sagt er schliesslich freundlich.

Der Fremde betrachtet das Brett. Die Stellung ist unerquicklich – kein offensichtlicher Angriff, kein klarer Verteidigungszug. Und doch spürt er es: Jede Bewegung einer Spielfigur würde etwas auslösen. Und dies nicht nur auf dem Brett.

«Zugzwang», murmelt er plötzlich.
Der Alte nickt.

«Maurer verstand etwas, das wir alle verdrängen», sagt er. «Dass es im Leben Stellungen gibt, in denen Nicht-Handeln unmöglich ist. Und Handeln… gefährlich.»

Der Fremde hebt eine Figur an. Er zögert.
In den dunklen Scheiben der Fenster spiegelt sich etwas, das sich nicht ganz deckt mit ihren Bewegungen.

🟥 «Der letzte Zug»

Er stellt die Figur zurück.
Dann sieht er ihn.

Kein Wesen. Kein Gesicht.
Eher eine Abwesenheit, die Raum einnimmt.
Ein Druck zwischen den Zügen. Es ist das Warten selbst.

«Es nährt sich vom Zögern», flüstert der Alte. «Von Partien, die nie beendet werden.»

Der Fremde atmet langsam aus.
Dann lächelt er – müde, aber klar.

«Dann hat Maurer sich geirrt.»

Er greift erneut zur Figur.
Diesmal ohne Zögern.

Der Zug ist unscheinbar. Kein Schlagen, kein Schach. - Ein stiller Zug.

Für einen Augenblick passiert nichts.

Dann beginnt das Brett zu knacken.
Nicht laut – eher, als würde etwas tief im Holz aufatmen. Die Schatten ziehen sich zurück, als verlören sie ihren Halt. Der Druck weicht.

Der Alte sackt in sich zusammen.
Nicht tot – einfach erleichtert.

«Er hat immer gedacht, man müsse gewinnen», sagt er schwach. «Dabei ging es nur darum… abzuschliessen.»

Der Fremde steht auf.
Das Vereinslokal wirkt plötzlich leer – normal. Still.

Als er die Tür öffnet, fällt zum ersten Mal seit Tagen Mondlicht herein.

«Was wird aus Ihnen?», fragt er.

Der Alte lächelt.
«Ich darf gehen.»

Als der Fremde sich umdreht, ist der Platz leer.
Nur das Brett steht noch da.
Die Figuren ruhig. Vollendet.

Und draussen beginnt ein neues Jahr.

Und irgendwo, zwischen den ungespielten Möglichkeiten, wartet nichts mehr.

➡ Doch Stop!..., die Geschichte ist noch nicht zu Ende - wartet noch auf den Schluss, den letzten Teil!! 

 


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